Die Inhaltsstoffe von Moringa und ihre Bedeutung für unsere Gesundheit

„Er oder sie gehört zum „alten Eisen“ trifft den Kern. Der sichtbare „Rost“ sind Falten. Was auf der Haut sichtbar wird, vollzieht sich auch ständig in unserem Körper.“
Claus Barta

 Antioxidantien: Bist Du heute schon auf Dein ORAC-Soll gekommen?

 

Freie Radikale – die größten Feinde unserer Gesundheit

Die größten Feinde unserer Gesundheit, die Auslöser vorzeitiger Alterungsprozesse und die Hauptverursacher vieler chronischen Krankheiten sind die freien Radikale, instabile Sauerstoffverbindungen, die unsere Körper- und Gehirnzellen attackieren. Diese aggressiven Substanzen stehlen Elektronen von anderen Molekülen wie Proteinen, Lipiden und genetischem Material. Dadurch entstehen ständig neue instabile Moleküle und ein Teufelskreis beginnt. Dieser Elektronendiebstahl wird Oxidation genannt, die mit Zellschädigung und Alterung gleichzusetzen ist. Freie Radikale verwandeln sich in regelrechte Geschosse, welche die Wände der Mitochondrien, die Energiekraftwerke in unseren Zellen, angreifen, und in Giftstoffe verwandeln, die in die Zellen eindringen und dort sogar die DNS schädigen können. In den Nervenzellen verursachen die freien Radikale den Rückzug der Dendriten, der Empfangsstellen für Informationen, und das Verschwinden der Synapsen, der Übertragungsstellen der Informationen von einer Nervenzelle zur anderen. Dadurch wird die Kommunikation zwischen den Nervenzellen immer mehr gestört. Die von freien Radikalen verursachten Schäden gefährden sogar das Leben der Neuronen, der Nervenzellen und führen zu Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Amyotrophe Leteralsklerose (ALS).

 

Antioxidantien, die kraftvollen Gegenspieler

Antioxidantien sind die Gegenspieler der freien Radikale: Sie stellen den freien Radikalen Elektronen zur Verfügung, um sie damit zu neutralisieren. Wie bei einem Science-Fiction-Film findet in unserem Körper ständig ein Kampf dieser beiden Gruppen statt. Antioxidantien absorbieren freie Radikale wie Schutzschilde die Schüsse aus einer Laserkanone. Antioxidantien finden wir auch in heimischen Obst- und Gemüsesorten wie Erdbeeren, Blaubeeren und rohem Spinat, aber vor allem in Tropenfürchten, wobei der Moriga-Baum allerdings den Vogel abschießt. Im Tierversuch hat die Gabe von Antioxidantien Gedächtnisverlust rückgängig gemacht. Antioxidantien können das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen. Dr. Russel Blaylock, vom Medical Center der Universität von Mississippi sagt: „Das Altern des Nervensystems scheint mit einem Leben voller Beschädigungen einher zu gehen, von denen sich viele um einen gemeinsamen Prozess zu drehen scheinen: die Bildung von freien Radikalen und die dadurch verursachten Verletzungen.“

 

Freie Radikale bedrohen das Gehirn

Der Angriff der freien Radikale führt zu vorzeitiger Alterung, zu Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herzkrankheiten oder Arthritis und zu degenerativen Gehirnschäden. Es gibt kein Organ, das nicht den Angriffen aggressiver Sauerstoffverbindungen ausgesetzt wäre. Eine Zelle wird durchschnittlich etwa zehntausendmal am Tag attackiert und das Gehirn leidet am meisten unter diesen Attacken. Weil das Gehirn ständig aktiv ist und der Gehirnstoffwechsel sehr schnell abläuft, verbraucht es überdurchschnittlich viel Sauerstoff und Nährstoffe und produziert deshalb mehr freie Radikale als andere Organe. 60 Prozent der Trockenmasse des Gehirns besteht aus Fett, die in der besonderen in Gefahr stehen, durch Sauerstoff zu oxidieren. Das ist im Volksmund unter ranzig werden bekannt. Die Folge sind degenerative Nervenkrankheiten wie Parkinson, Demenz und Alzheimer. Die Oxidation von LDL-Cholesterin führt zu Ablagerungen an den Arterieninnenwänden: zu Arteriosklerose, die gerade das Gehirn betrifft. Ist der Angriff durch freie Radikale im Gehirn zu zerstörerisch, wird in der betroffenen Zelle die Selbstzerstörung ausgelöst und die Zelle stirbt ab. Irgendwann kann das Gehirn dann seine Funktionen nicht mehr erfüllen. Leider hat das Gehirn die niedrigste antioxidative Kapazität von allen Organen und: „Nirgendwo ist der Schaden tragischer für die Persönlichkeit und den Intellekt als im Gehirn.“ (Jean Carper, Wundernahrung fürs Gehirn).

Auf dieses düstere Bild folgt endlich eine gute Nachricht: Es ist nie zu spät, das Gehirn mit kraftvollen Antioxidantien in seinem Kampf gegen freie Radikale zu unterstützen. Jean Carper fordert: „Rette Dein Gehirn, iss Obst und Gemüse.“ Diese Lebensmittel enthalten größere Mengen an Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Beta-Karotine wie Lycopin und Zeaxanthin, Coenzym Q10, Enzyme, Polysaccharide, Flavonoide und Polyphenole. Dieselben Antioxidantien, die den Körper vor Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt schützen, schützen auch das Gehirn vor Degeneration und Zerfall.

 

 

Der ORAC-Test: Wie viele Antioxidantien enthält ein Lebensmittel?

Mit dem ORAC-Test  (Oxygen Radical Absorbance Capacity) kann antioxidative Kraft von Obst- und Gemüsesorten gemessen werden. Die Tufts University in Bosten entwickelte in den 1990er Jahren diesen wertvollen Test. Durch diesen Test wird festgestellt, inwieweit ein Nahrungsmittel in der Gesamtheit aller natürlichen Inhaltsstoffe in der Lage ist, freie Radikale zu neutralisieren. Außerdem  wird gemessen, wie lange es dauert, bis diese antioxidative Wirkung abklingt bzw. beendet ist. Diese qualitativen und quantitativen Merkmale werden im ORAC-Wert angegeben (Siehe unter: www.nemhaupt.de/nemorac.htm). Erfinder dieses Verfahrens sind die Chemiker und Physiker Dr. Gouhuo Cao, Maryland, und Dr. Roland L. Prior, Boston.

Exotische Früchte wie Goji-Beeren, Granatäpfel, Papaya, Ananas, Avocados, Orangen, Kiwis und Banen schneiden bei diesen Tests regelmäßig als Spitzenreiter ab. Aber auch Blaubeeren, Rosinen, rote Trauben, Kirschen, Brombeeren, Himbeeren und Pflaumen weisen hohe ORAC-Werte auf. Zu den Antioxidantien, die das Gehirn am kraftvollsten vor dem Angriff freier Radikale schützen, gehören Beta-Karotin, Alpha-Karotin, Lycopin, Lutein und Zeaxanthin. Pro 100 g haben folgende Früchte relativ hohe ORAC-Werte: Rosinen 2830, Avocados 782, Orangen 750, Kiwis 608, rote Grapefruits 483, Honigmelonen 252, Bananen 221, Wassermelonen 104, Netzmelonen 97. Viele Tropenfrüchte haben weit höhere ORAC-Werte: Goji-Beeren 25.300, Granatäpfel 3.307, Gac-Früchte oder Acai-Beeren mindestens 5.500. Blaubeeren sind mit 2.234 ORAC pro 100 g der Star unter den heimischen Obstsorten. Beim Gemüse sind das gekochter Grünkohl mit 1770 und roher Spinat mit 1210 ORAC.

 

Moringa, der Star unter den Antioxidantien

Die Aufnahme von 5.000 – 6.000 ORAC Einheiten pro Tag bieten einen guten Schutz für Körper und Gehirn. Der Durchschnittsamerikaner nimmt allerdings nur bescheidene 1200 ORAC täglich zu sich und bei uns sieht es nicht besser aus. Die Moringa hat den höchsten ORAC-Wert von allen untersuchten Pflanzen. In der Analyse eines deutschen, unabhängigen und renommierten Labors erreichte Moringa-Blattpulver aus Teneriffa sogar den höchsten bisher gemessenen Wert von 75.000. Mit nur 10 Gramm dieses Pulvers nehmen wir schon mehr ORAC Einheiten auf als notwendig, um seinen antioxidativen Schutzschild optimal zu stärken.

Die Antioxidantien dieses Powerbaumes finden sich in allen Teilen des Baumes, besonders in den Blättern & Blüten. In ihm finden sich auch große Mengen antioxidativer Vitamine wie C, E und Karotinoide. Moringa enthält essenzielle Mikronährstoffe mit antioxidativer Wirkung wie Selen und Zink, ferner weitere Phytostoffe mit starkem antioxidativen Potenzial wie Kaepferol, Quercetin, Rutin und bestimmte Säuren. Alpha-Karotin verhindert Krebs, Lutein schützt Augen und HautZeaxanthin wirkt gegen Makula-Degeneration, die Flavonoide oder Pflanzenbegleitstoffe Quercetin, Rutin und Kaemperol helfen bei Entzündungen, Allergien, Arteriosklerose, Asthma und Krebs. Caffeolychinsäure ist ein Antioxidans in der Moringa mit beeindruckendem Heilungspotenzial. Sie hilft zum Beispiel bei allen Beschwerden des Verdauungssystems. Ferner senkt sie den Cholesterinspiegel, wirkt entwässernd und stärkt die Leber.

Moringa enthält viele Polyphenole, die ebenfalls antioxidativ wirken. Frische Moringa-Blätter enthalten 680 mg Polyphenole pro 100 g und getrocknete Blätter sogar 3.470 mg. In 100 g getrockneten Moringa-Blättern sind 3.960 mg Gesamtflavonoide mit antioxidativer Wirkung vorhanden. Man kann also die Moringa ohne Übertreibung als Feuerlöscher für freie Radikale bezeichnen. Viele wissenschaftliche Studien über das antioxidative Potenzial von Moringa bestätigen, wie hervorragend er in der Lage ist, oxidative Schäden an der DNA zu reduzieren. Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse mit ca. 3.500 ORAC können nach Dr. Prior und Dr. Cao von der Tufts University in den USA die antioxidative Kapazität im Blut um durchschnittlich 20 Prozent erhöhen.

Für das Gehirn ist eine hohe Konzentration von C- und B-Vitaminen als Antioxidantien besonders wichtig. Vitaminmangel, Gehirnforscher der Universität Göttingen und Gießen, hat schädliche Auswirkungen auf die Gehirnfunktionen älterer Menschen und kann zu Wutanfällen, Apathie, Depressionen, Ängsten, Verwirrung und Gefühlsschwankungen führen. Menschen mit einem niedrigen Vitamin-E-Spiegel sind im Alter häufig von Demenz betroffen, so Dr. Reinhold Schmidt von der Universität Graz. Im Tierversuch konnten Obst und Gemüse mit hohen ORAC-Werten Erinnerungsverluste und Lerndefizite ausgleichen und rückgängig machen. Durch sein beispielloses antioxidatives Potenzial ist Moringa wichtig für Menschen aller Altersgruppen und ganz besonders für Senioren, die ihren Lebensabend bei hoher Lebensqualität genießen wollen.

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